Wissenswertes zum Taxon (Art, Unterart, Varietät...)


Campanula rapunculoides L. 1753

Campanulaceae - Glockenblumengewächse (APG IV)
Acker-Glockenblume
Quelle: The Plant List (2014), version 1.1
Verbreitung: Europa (ohne Britische Inseln); Türkei, Kaukasus, Iran, Zentral-Asien, West-Sibirien; eingebürgert auf den Britischen Inseln
Verbreitungskarte Bundesamt für Naturschutz BfN
Größe: 0,3 - 0,8 m
Blütezeit: VI - IX

Campanula rapunculoides L. - Accepted: Campanula rapunculoides L. bei Zander 2008; Familie: Campanulaceae (Zander 2008)
Campanula rapunculoides L. - Accepted: Campanula rapunculoides L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Campanulaceae (APG III)

Blütenfarbe
blass blau-violett
Lebensform
krautig, terrestrisch, ausdauernd (Staude)
Bodenbedingungen
sommerwarme, mäßig trockene (frische), mehr oder weniger nährstoffreiche, meist kalkhaltige, mehr oder weniger humose, mittel- bis tiefgründige Lehm- und Lößböden
Lichtbedingungen
Licht-Halbschattpflanze
Lichtbedingungen (Symbole)
◐-○
Sukzessiontypus
Wurzelkriech-Pionier
Natürliches Vorkommen (Habitat)
Saum sonniger Büsche, lichte Eichen- und Kiefern-Wälder, Wald- und Wegräder, Hecken und Äcker; Ebene bis mittlere Gebirgslagen, vor allem Kalkgebiete
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
zerstreut aber gesellig
Kommentar zur Ökologie
wird von Wildbienen besucht
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
Geranion sang.-Verbandscharakterart, ferner in Berberidion-, Erico-Pinion- und Quercetalia pub.-Ges. oder im Caucalidion
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
nicht salzertragend
Status der Einbürgerung
indigen
Generelle Empfehlung
Empfohlen für die Bienenweide. Wird von Wildbienen besucht. Schon von jeher durch Trittbelastung und Verbiß verhältnismäßig artenarm, wurden Weiden durch die intensive Nutzung noch ärmer an blühenden Wildkräutern. Arten wie Löwenzahn, Weißklee oder Wegericharten machen sie aber für den Imker interessant. Überlebensgrundlage für Sandbienen Andrena curvungula, A. pandellei, die Fruchtbiene Lasioglossum costulatum, die Sägehornbiene Melitta haemorrhoidalis, die Löcherbienen Chelostoma campanularum, C. distinctum, C. fuliginosum, die Glanzbienen Dufourea dentiventris und D. inermis, die Mauerbiene Osmia mitis.
Biotoptyp
Weiden und Mähwiesen, Naturgärten; Vorsicht: in Staudenbeeten auswildernd!
Verwendungshinweis
Bienenweide auf Grünland; Staude für gärtnerische Verwendung
Wildbienen – Arten
Andrena curvungula; Andrena pandellei; Lasioglossum costulatum; Melitta haemorrhoidalis; Chelostoma campanularum; Chelostoma distinctum; Chelostoma fuliginosum; Dufourea dentiventris; Dufourea inermis; Osmia mitis
Wildbienen – oligolectisch
oligolectic
Wildbienen – Pflanzen nutzbar für
plants are useful for wildbees

Bundesamt für Naturschutz (BfN) (1999-2001 and ongoing): Floraweb - Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands. www.floraweb.de.;

Erhardt, W., Götz, E., Bödeker, N. & Seybold, S. (2008): Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart (Hohenheim), 18. Aufl., 2103 S.;

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Forsten, Baden-Württemberg (Hrsg.) (1985): Pflanzenkatalog zur Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums (Kurztitel: Bienenweidekatalog);

Oberdorfer, E. (2001): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Für Deutschland und angrenzende Gebiete. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 8., stark überarb. u. erg. Aufl, 1056 S. 978-3-8001-3131-0.;

The International Plant Names Index (2009). Published on the Internet http://www.ipni.org; Courtesy to IPNI, 2009. Exported from IPNI at date: 2009-09-22 20:17:51;





Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Database method am: 25.2.2020
Aktualisierung des Steckbriefs: Helmut Dalitz; Robert Gliniars; zuletzt von: Helmut Dalitz am: 9.2.2021 (HOH-806103)