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Pulsatilla vulgaris (Photo: Helmut Dalitz)

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Feldbotanik Südwestdeutschland - Zertifizierung von Artenkenntnissen

Auf einen Blick



Bis 2021 wurden die Prüfungen in Baden-Württemberg und der Pfalz nach der Prüfungsordnung "Feldbotanik Südwestdeutschland" durchgeführt. Für 2022 sind die Artenlisten in Zusammenarbeit mit den BANU-Akademien überarbeitet worden. Ebenso ist mit den BANU-Akademien eine bundesweite Prüfungsordnung erarbeitet worden, die ab 2022 in Tübingen, Hohenheim, Mainz und Landau sowie in 2023 auch in Freiburg angewendet wird.

Artenlisten der BANU als ODS-Datei: Artenlisten der BANU (ods-Datei)
. Reduzierte Version (für Tübingen/Stuttgart)als ODS-Datei: Reduzierte Version (für Tübingen/Stuttgart) (ods-Datei)

Artenlisten der BANU als Excel-Datei: Artenlisten der BANU (xls-Datei)
. Reduzierte Version (für Tübingen/Stuttgart) als Excel-Datei: Reduzierte Version (für Tübingen/Stuttgart) (xls-Datei)

Prüfungsanforderungen der BANU als PDF-Datei: Prüfungsordnung (pdf-Datei)

Es werden drei Niveaustufen für die Zertifizierung von Artenkenntnissen unterschieden: Bronze (200 Arten), Silber (400 Arten) und Gold (600 Arten). Die Arbeitsgruppe Feldbotanik Südwestdeutschland arbeitet eng mit dem Arbeitskreis der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten (BANU) zusammen, mit dem Ziel eine bundesweite Zertifizierung aufzubauen.

Bronze : 200 Arten die häufigsten 200 Arten
Silber : 400 Arten, 20 Gattungen, 15 Familien, Artbestimmung die häufigsten 400 Arten
Gold : 600 Arten, 24 Familien, 38 Gattungen, Artbestimmung die häufigsten 600 Arten

Prüfungstermine, Prüfungsanforderungen und Artenlisten in Form von PDF und Spreadsheet-Dateien finden Sie hier:

Prüfungstermine, Prüfungsanforderungen und Artenlisten

Hintergrund und Durchführung

Solide Artenkenntnisse und ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge sowie Kompetenz in der Ansprache von Lebensräumen sind unabdingbares Handwerkszeug in vielen Bereichen, in denen Natur und Umwelt Gegenstand von Forschung, Bewertung, Planung und Schutz sind. In nationalen, regionalen oder lokalen Projekten sind Artenkennerinnen und Artenkenner in der Konzeption, Durchführung und Evaluierung unabdingbar. Zertifiziertes Expertenwissen ist beim Beachten von Umweltstandards und bei der Umsetzung von Gesetzesvorgaben vonnöten. Die Verfügbarkeit und Ausbildung von Artenkennerinnen und Artenkennern ist aktuell nicht mehr flächendeckend gegeben. Es besteht jedoch hoher Bedarf an Fachkräften mit Artenkenntnissen, vor allem vor dem Hintergrund des prognostizierten Artensterbens und dem einhergehenden Verlust von Ökosystemdienstleistungen (IPBES 2019).

Basierend auf den positiven Erfahrungen aus der Schweiz hat die Arbeitsgruppe Feldbotanik Südwestdeutschland Empfehlungen für die Prüfungsanforderungen zur Zertifizierung von Artenkenntnissen erarbeitet. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen und Behörden wie auch von Fachverbänden und Planungsbüros aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die Prüfungsanforderungen sind den Gegebenheiten in Südwestdeutschland angepasst. Sie entsprechen bezüglich Aufbau, Stoffumfang und Prüfungsschwellen weitgehend dem Schweizer System, das Kenntnisse von Arten, Gattungen und Familien wie auch die Kompetenz im Bestimmen von Arten prüft. Die Artenlisten auf dem ersten Niveau Bronze (200 Arten) und auf dem zweiten Niveau Silber (400 Arten) sind im ganzen Südwestdeutschen Raum einheitlich und enthalten häufige bzw. repräsentative Arten. Ab dem Zertifizierungsniveau Gold (600 Arten) wird eine Regionalisierung der Pflanzenlisten eingeführt, um der unterschiedlichen Verbreitung zahlreicher Arten Rechnung zu tragen. Das Zertifizierungsniveau Gold (600 Arten) Freiburg berücksichtigt entsprechend stärker Arten des Oberrheins mit Kaiserstuhl und Schwarzwald. Die Artenlisten für die Niveaus Gold (600 Arten) Tübingen / Stuttgart berücksichtigt Arten der Schwäbischen Alb und des Albvorlandes. Zwei weitere Prüfungsmodule werden mittelfristig etabliert: FELDBOTANISCHE METHODEN sowie BIOTOPE UND LEBENSRÄUME.

Die Zertifikate haben für ganz Südwestdeutschland Aussagekraft und stellen einen transparenten und belastbaren Leistungsnachweis dar. Die Prüfungen sind öffentlich und können beliebig wiederholt werden. Sie sind nicht an den Besuch von Lehrveranstaltungen geknüpft.
Aktuell erarbeitet der „Bundesweite Arbeitskreis der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten im Natur- und Umweltschutz" (BANU) ein bundesweit gültiges Qualifizierungs- und Zertifizierungssystem für Artenkennerinnen und Artenkenner. Die BANU Prüfungsanforderungen für Feldbotanik basieren dabei auf der Ausarbeitung für SW-Deutschland. Eine zukünftige Harmonisierung wird angestrebt.