Wissenswertes zum Taxon (Art, Unterart, Varietät...)


Anemone nemorosa L. 1753

Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse (APG IV)
Busch-Windröschen
Taxonkonzept: Schmeil-Fitschen 2019
Verbreitungskarte Bundesamt für Naturschutz BfN
Größe: 0,05 - 0,2 (m)
Blütezeit: III - IV
Kurzbeschreibung: Ausdauernde Pflanze bis 25 cm hoch mit waagrecht im Boden kriechendem Wurzelstock. Stängel meist einzeln, aufrecht, mehr oder weniger kahl. Grundständige Blätter zur Blütezeit meist fehlend, Stängelblätter drei, mindestens 1 cm lang gestielt, 3-6 cm lang, im oberen Drittel des Stängels entspringend, bis zum Grund dreiteilig. Abschnitte mehr oder weniger tief zwei- bis fünfteilig, zweimal so lang wie breit. Blüte meist einzeln, im Durchmesser 2-4 cm, Blütenstiele kraus behaart. Perigonblätter weiß, beiderseits kahl, 6-12. Früchtchen dicht mit borstigen, geraden, kurzen Haaren besetzt.

Anemone nemorosa L. - Accepted: Anemone nemorosa L. bei The Plant List (2010); Familie: Ranunculaceae (APG III)
Anemone nemorosa L. - Accepted: Anemone nemorosa L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Ranunculaceae (APG III)
Anemone nemorosa L. - Accepted: Anemone nemorosa L. bei BfN Checklist Flora DE; Familie: Ranunculaceae (APG IV)
Anemone nemorosa L. - Accepted: Anemone nemorosa L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Ranunculaceae (APG IV)
Anemonoides nemorosa (L.) Holub - Accepted: Anemonoides nemorosa (L.) Holub bei World Flora Online - APG IV (Angiosperms); Familie: Ranunculaceae (World Flora Online - APG IV (Angiosperms))
Anemone nemorosa L. - Synonym: Anemonoides nemorosa (L.) Holub bei World Flora Online - APG IV (Angiosperms); Familie: Ranunculaceae (World Flora Online - APG IV (Angiosperms))

Blütenfarbe
weiß
Blüten
Blüten 2-4 cm im Durchmesser, Staubbeutel weiß, Perigonblätter weiß
Schutzstatus, Rote Liste
Ungefährdet in DE und BW (*)
Lebensform
krautig, terrestrisch, ausdauernd (Staude)
Blätter
Blattfiedern zwei- bis dreispaltig, mit ungleich eingeschnittenen Zipfeln
Bodenbedingungen
frische (mäßig frische), nährstoffreiche, nuetrale bis mäßig saure, humose, lockere Lehmböden
Lichtbedingungen
indifferent
Wurzeltypus
bis 15 cm tief wurzelnd
Natürliches Vorkommen (Habitat)
krautreiche Laub- und Nadelwälder, Bergwiesen; Ebene bis Gebirge
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
verbreitet
Kommentar zur Ökologie
bodenlockernde Mullbodenpflanze
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
vor allem in Carpinion- und Fagion-Ges., auch im Alno-Ulmion oder Prunetalia-Ges., Querco-Fagetea-Klassencharakterart, ferner sekundär in magerenArrhenatheretalia-Ges., Kla. Querco-Fagetea
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
nicht salzertragend
Sicherheitshinweis
giftig
Status der Einbürgerung
indigen, Status nach BfN: I = etablierte Indigene und Archäobiota
Chemische Merkmale
Protoanemonin
Chemie und pharmzeutische Nutzung – kurz
Anemone-nemorosa-Kraut: Blätter
Pharmazeutische Nutzung
In der Volksheilkunde bei Schmerzen im Magenbereich, bei rheumatischen Beschwerden und bei Gicht. In der Homöopathie bei Hauterkrankungen wie Ekzemen
Biotoptyp
Gehölzgruppen, Naturgärten, Parks, Wiesen
Zielgruppe
Haus- und Kleingärtner; Kommunale Einrichtungen, öffentliche Verwaltungen; Forstwirte, Jäger und Waldbesitzer
Zielgruppe Abkürzung
H, K, F
Nektar
-
Pollen
mittel bis gut
Blütenbesuch durch polylektische Wildbienen
Osmia bicolor, Ackerhummel (Bombus pascuorum) und Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
Steckbriefe Wildbienen (www.Wildbienen.info.de)
Steckbrief Osmia bicolor

Breunig, T. et al. (2021): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs.;

Bundesamt für Naturschutz (BfN) (1999-2001 and ongoing): Floraweb - Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands. www.floraweb.de.;

Erhardt, W., Götz, E., Bödeker, N. & Seybold, S. (2008): Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart (Hohenheim), 18. Aufl., 2103 S.;

Haider, M. et al. (2005): Wildbienenkataster. See: https://www.wildbienen-kataster.de;

Kämper, Wiebke et al. (2018): Flower visitation honeybee and bumblebee. See: https://www.bexis.uni-jena.de/ddm/data/Showdata/16086?version=2;

Karl Hiller et al. (2010): Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen.. Spektrum, Heidelberg, 2. Auflage 9783827420534.;

Kew Gardens and Collaborators (2017): Plants of the World Online. see: plantsoftheworldonline.org.;

Martin Nebel et al. (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs Band 1. 1. Eugen Ulmer, Stuttgart 3-8001-3309-1.;

Maurizio, Anna et al. (1982): Nektar und Pollen - die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4. Ehrenwirth, München, 3, überabeitete Auflage;

Metzing, D. et al. (2018): Rote Liste und Gesamtartenliste der Farn- und Blütenpflanzen (Trachaeophyta) Deutschlands .;

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Forsten, Baden-Württemberg (Hrsg.) (1985): Pflanzenkatalog zur Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums (Kurztitel: Bienenweidekatalog);

Oberdorfer, E. (2001): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Für Deutschland und angrenzende Gebiete. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 8., stark überarb. u. erg. Aufl, 1056 S. 978-3-8001-3131-0.;

Parolly, G. et al. (2019): Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder.. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim, 97. Aufl.;

Schick, B. & Spürgin, A. (1997): Die Bienenweide. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, Auflage: 4., völlig neubearb. u. erw. A., 216 S. 978-3800174188.;

Werle, Susanne et al. (2015): ITS2 DNA metabarcoding of wild bee pollen loads, collected in 2020 and 2021 across all three exploratories. See: https://www.bexis.uni-jena.de/ddm/data/Showdata/31545?version=6;

Westrich, P. et al. (2018): Die Wildbienen Deutschlands.. Ulmer Verlag ISBN 978-8186-0123-2.;





Geschlecht Standort Akzessions-Nr. Pflanzjahr Spende IPEN Lat. Long.


Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Helmut Dalitz am: 22.4.2021
Aktualisierung des Steckbriefs: Aleta Neugebauer; Christiane Dalitz; Helmut Dalitz; imported by Helmut Dalitz; zuletzt von: Aleta Neugebauer am: 12.1.2026

In der untenstehenden Liste der Pflanzen in den Gärten sind bei vielen Gehölzen Koordinaten vermerkt. In diesen Fällen zeigen die Punkte in der Karte die Standorte der Pflanzen an.
Sind keine Koordinaten vermerkt, zeigt der jeweilige Punkt die Mittelkoordinaten der Parzelle in den Gärten an.