Logo der Hohenheimer GärtenDie Botanische Sammlung in den Gewächshäusern

Die Botanische Sammlung in den Gewächshäusern umfasst derzeit ca 1100 Arten. Diese Arten sind ursprünglich beheimatet in den Tropen und Subtropen, einige auch aus dem Mediterran.

Die Sammlung dient der Lehre und Forschung und zeigt Arten unterschiedlicher systematischer Stellung: Farne, Orchideen, Bromelien und Tillandsien. Dazu kommt als Spezialsammlung die Begonien-Sammlung.

Die Anpassung von Pflanzen an verschiedene Lebensräume zeigen Kakteen und andere Sukkulenten (Beispiele für Trockenheit), aber auch Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) und Sumpf- und Wasserpflanzen (Beispiele für feuchte Standorte).

Folgende Aspekte sind für die Sammlung wichtig:
Morphologische Anpassungen von Pflanzen:
Pflanzen innerhalb von systematischen Gruppen zeigen Anpassungen an verschiedene Lebensräume, diese verschiedenen Anpassungen werden gezeigt.

Lebensräume und Vegetationstypen:
Pflanzen verschiedener Gruppen kommen in gleichen Lebensräumen vor - die Darstellung ausgewählter (für Studierende schlecht erreichbare) Lebensräume und Vegetationstypen ist für das Verständnis sehr wichtig (z.B. Tropenwälder, Wüsten und Trockengebiete).

Diversität innerhalb von Pflanzengruppen:
Für die Vermittlung von Wissen über die organismische Vielfalt ist Anschauungsmaterial von entscheidender Bedeutung. Die Vielfalt von Arten innerhalb von Pflanzengruppen kann am besten durch entsprechendes Anschauungsmaterial demonstriert und vermittelt werden.

Spezifische Lebensformen:
Spezifische Lebensformen (Insektivorie, Sukkulenz, Salztoleranz, etc) müssen an Hand von lebendem Anschauungsmaterial vermittelt werden. Hier sind wiederum morphologische Anpassungen innerhalb und zwischen verschiedenen Gruppen wichtig für die Vermittlung. Damit verbunden ist die Verknüpfung von Morphologie und Funktion der entsprechenden Anpassungen, die nur in der gegebenen Umwelt verstanden werden kann.

Darüberhinaus dient die Sammlung auch der Erhaltung biologischer Diversität (im Sinne der UN-Konvention zur Erhaltung Biologischer Diversität CBD), insbesondere dann, wenn am Ursprungsstandort die Lebensräume der Arten verschwinden.



Pflanzenquartiere für Studenten

Cereus repandus (L.) Mill. - Der peruvianische Felsenkaktus im Gewächshaus.
Photo: Robert Gliniars.



Das neue Sammlungsgewächshaus der Universität - Aufteilung in verschiedene Lebensräume