Wissenswertes zum Taxon (Art, Unterart, Varietät...)


Pulsatilla vulgaris Mill. 1768

Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse (APG IV)
Gewöhnliche Kuhschelle, Kühchenschelle
Taxonkonzept: Schmeil-Fitschen 2019
Verbreitung: Europa
Verbreitungskarte Bundesamt für Naturschutz BfN
Größe: 0,05 - 0,4 (m)
Blütezeit: III - IV
Kurzbeschreibung: Ausdauernde Pflanze bis 40 cm hoch mit aufrechtem, lang zottig und weiß behaartem Stängel. 2-6 grundständige Blätter, 4-6 cm lang, in fünf bis sieben Abschnitte gefiedert, diese ein- bis zweifach fiederteilig, die meisten Blattzipfel nicht über 2 mm breit, Oberseite anfangs behaart, später verkahlend. Stängelblätter 2-3 cm lang, am Grunde verwachsen, mit 15-25 schmalen Zipfeln. Blüten einzeln, zwittrig, Blütenstiel 1-2 cm, sich später verlängernd, Blüten jung und bei gutem Wetter aufrecht, bei schlechtem Wetter und ältere Blüten nickend. Perigonblätter 6, rot violett, 3-4 cm lang, außen zottig weißhaarig. Nüsschen mit 3,5-5 mm langem Griffel.

Pulsatilla vulgaris Mill. - Accepted: Pulsatilla vulgaris Mill. bei The Plant List (2010); Familie: Ranunculaceae (APG III)
Pulsatilla vulgaris Mill. - Synonym: Anemone pulsatilla L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Ranunculaceae (APG III)
Anemone pulsatilla L. - Accepted: Anemone pulsatilla L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Ranunculaceae (APG III)
Anemone pulsatilla L. - Accepted: Anemone pulsatilla L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Ranunculaceae (APG IV)
Pulsatilla vulgaris Mill. - Accepted: Pulsatilla vulgaris Mill. bei The Plant List (2010); Familie: Ranunculaceae (APG IV)
Pulsatilla vulgaris Mill. - Accepted: Pulsatilla vulgaris Mill. bei Schmeil-Fitschen 2019; Familie: Ranunculaceae (APG II)
Pulsatilla vulgaris Mill. - Accepted: Pulsatilla vulgaris Mill. bei World Flora Online - APG IV (Angiosperms); Familie: Ranunculaceae (World Flora Online - APG IV (Angiosperms))

Blütenfarbe
dunkelblau bis violett
Blüten
Blütenhüllblätter 3-4 cm lang, anfangs zusammen neigend, später ausgebreitet
Schutzstatus, Rote Liste
gefährdet in BW (3)
Lebensform
krautig, terrestrisch, ausdauernd (Staude)
Blätter
Blattzipfel meist 2-4 mm breit
Bodenbedingungen
warme, trockene, basenreiche (nicht immer kalkhaltige), milde bis mäßig saure, humose Stein-, Sand- oder Lößböden
Lichtbedingungen
Halblichtpflanze
Lichtbedingungen (Symbole)
(○)
Wurzeltypus
Tiefwurzler (bis über 1 m)
Natürliches Vorkommen (Habitat)
Magerrasen, auch Kalk-Kiefernwälder, vor allem warme Tief- und mittlere Gebirgslagen, im nördlichen Tiefland selten oder fehlend
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
zerstreut; in D gefährdet, Rote Liste BW: gefährdet; nach BNatSchG: besonders geschützt
Kommentar zur Ökologie
Bienenblume, Stickstoffarmut zeigend, Starktrockenheits- bis Trockenheitszeiger
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
Brometalia-Ordnungscharakterart, auch in Sedo-Scleranthetalia- oder Cytiso- und Erico-Pinion-Ges.
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
nicht salzertragend
Sicherheitshinweis
etwas giftig
Status der Einbürgerung
indigen
Chemische Merkmale
Ranunculin-Derivate, Gerbstoppe, Saponine, Abbauprodukte des Protoanemonins
Chemie und pharmzeutische Nutzung – kurz
Pulsatillae herba: getrocknete gegen Ende der Blüte gesammelte oberirdische Teile; Frischpflanze zur Blütezeit
Pharmazeutische Nutzung
Die frische blühende Pflanze volkstümlich früher bei Spasmen im Genitalbereich, bei Neuralgien und Migräne. Das getrocknete Kraut volkstümlich bei Erkrankungen der Genitalorgane, entzündlichen Hauterkrankungen einschließlich der Schleimhäute, Neuralgien, Verdauungsstörungen und Augenerkrankungen. Aufgrund der Giftigkeit sollte sich die Anwendung auf die Homöopathie beschränken. Homöopathisch die frische Pflanze zur Förderung der Durchblutung und bei Veränderungen der Blutzusammensetzung.
Generelle Empfehlung
empfohlen für die Bienenweide
Biotoptyp
Steingärten, Staudenbeete, Heidegärten
Verwendungshinweis
Staude für gärtnerische Verwendung
Zielgruppe
Haus- und Kleingärtner
Zielgruppe Abkürzung
H
Nektar
mittel
Pollen
gut
Blütenbesuch durch polylektische Wildbienen
Lasioglossum morio und Osmia bicolor
Steckbriefe Wildbienen (www.Wildbienen.info.de)
Steckbrief Osmia bicolor

Breunig, T. et al. (2021): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs.;

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Westrich, P. et al. (2018): Die Wildbienen Deutschlands.. Ulmer Verlag ISBN 978-8186-0123-2.;





Geschlecht Standort Akzessions-Nr. Pflanzjahr Spende IPEN Lat. Long.
Staudenterrasse - Gehölz Beet 3 EG-ST-26045 XX-0-HOH-EG-ST-26045 0 0
Pflanzenquartiere für Studenten StudGart-16866 XX-0-HOH-StudGart-16866 0 0
Ranunculaceae, Berberidaceae SYS-17381-2022 2024-09-01 XX-0-HOH-SYS-17381-2022 0 0
Ranunculaceae, Berberidaceae SYS-16058 2024-09-01 XX-0-HOH-SYS-16058 0 0
Ranunculaceae, Berberidaceae SYS-23691 2022-04-11 XX-0-LZ-ZF-261-1994 0 0


Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Gliniars Robert am: 3.1.2024
Aktualisierung des Steckbriefs: Aleta Neugebauer; Helmut Dalitz; Robert Gliniars; zuletzt von: Aleta Neugebauer am: 20.1.2026

In der untenstehenden Liste der Pflanzen in den Gärten sind bei vielen Gehölzen Koordinaten vermerkt. In diesen Fällen zeigen die Punkte in der Karte die Standorte der Pflanzen an.
Sind keine Koordinaten vermerkt, zeigt der jeweilige Punkt die Mittelkoordinaten der Parzelle in den Gärten an.