Wissenswertes zu diesem Pflanzenindivuduum


Crataegus monogyna Jacq. 1775
Rosaceae - Rosengewächse (APG IV)
Eingriffliger Weißdorn, Eingriffeliger Weißdorn
Akzessionnummer: LG-X-010-13888
Pflanzjahr: 1994
Patenschaftstext: Für Josua - Finn von den Großeltern 2009


Taxonkonzept: The Plant List (2014), version 1.1
Verbreitung: Europa, Türkei, Levante, Nord-Irak, Kaukasus, Nord-Iran, Nordwest-Afrika
Größe: 1 - 5 (m)
Blütezeit: VI
Kurzbeschreibung: Bis 6 m hoher Strauch mit Dornen. Blätter eiförmig bis rhombisch mit 3-7 tief eingeschnittenen Seitenlappen, die an der Spitze wenige Zähne tragen, Blatt am Grund keilförmig. Nebenblätter der blühenden Kurztriebe mit wenigen Zähnen und ohne Drüsen, sichelförmig bis lineal. Blüten weiß, 8-15 mm im Durchmesser, Kelchblätter stumpflich, so lang wie breit. Frucht rot mit einem Stein, 8-11 mm lang und 7-10 mm breit.

Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei The Plant List (2010); Familie: Rosaceae (APG III)
Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei Zander 2008; Familie: Rosaceae (Zander 2008)
Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Rosaceae (APG III)
Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei The Plant List (2010); Familie: Rosaceae (APG IV)
Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei Schmeil-Fitschen 2019; Familie: Rosaceae (APG IV)
Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei BfN Checklist Flora DE; Familie: Rosaceae (APG IV)
Crataegus monogyna Jacq. - Accepted: Crataegus monogyna Jacq. bei World Flora Online - APG IV (Angiosperms); Familie: Rosaceae (World Flora Online - APG IV (Angiosperms))

Blütenfarbe
weiß
Blüten
Kelchblätter breit dreieckig, weniger als zweimal so lang wie breit
Schutzstatus, Rote Liste
Ungefährdet in DE und BW (*)
Lebensform
holzig, Strauch
Blätter
Blattlappen nur an der Spitze mit wenigen Zähnen, Nebenblätter ganzrandig oder mit wenigen groben, nicht drüsigen Zähnen
Bodenbedingungen
trockene bis frische, basenreiche, vorzugsweise kalkhaltige, milde bis mäßig saure, steinige oder reine Lehmböden
Lichtbedingungen
Halblichtpflanze
Lichtbedingungen (Symbole)
○ - ◐
Wurzeltypus
Tiefwurzler
Natürliches Vorkommen (Habitat)
besonntes Gebüsch, Wegränder, Waldränder, an Felsen, aber auch in Laubmischwäldern; Ebene bis mittlere Gebirgslagen (vor allem Kalk- und Wärmegebiete)
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
ziemlich häufig
Kommentar zur Ökologie
Heilpflanze, häufig als Schnitthecke gepflanzt; formenreich
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
Prunetalia-Ordnungscharakterart, auch in Quercetalia pub.- oder wärmeliebenden Fagetalia-Ges., ferner im Erico-Pinion, usw., Ord. Prunetalia spinosae
Natürliche Vermehrung (auch vegetativ)
Adventivwurzel
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
nicht salzertragend
Status der Einbürgerung
indigen, Status nach BfN: I = etablierte Indigene und Archäobiota
Chemische Merkmale
Flavonoide (Hyperosid, Rutosid, Vitexinrhamnoid), Procyanidine, Phenolcarbonsäuren, Triterpensäuren, Crataegolsäure
Chemie und pharmzeutische Nutzung – kurz
Crataegi folium cum flore (PhEur) – Weißdornblätter mit Blüten, Crataegi flos (DAC), Weißdornblüten, Crataegus (HAB)
Pharmazeutische Nutzung
Zahlreiche Fertigpräparate mit bestimmtem Gehalt an Flavonoiden oder oligomeren Procyanidinen. Weißdornzubereitungen verstärken die Kontraktionskraft des Herzens, verbessern die Durchblutung der Herzkranzgefäße und des Herzmuskels und wirken ökonomisierend im Hinblick auf den Sauerstoff- und Energieverbrauch. Angewendet bei nachlassender Leistung des Herzens im Alter und nach Infektionskrankheiten, bei leichten Formen von Herzrhythmusstörungen sowie Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend.
Generelle Empfehlung
Empfohlen für die Bienenweide
Biotoptyp
Landschaft: Waldsäume, Feldgehölz, Hecken, Wegraine; Stadt: Grünflächen, Straßenränder, Gärten
Verwendungshinweis
in der Feldflur; Lebendbau: Hangsicherung, an Straßen, Rekultivierung (Müll); Gebüsch, freiwachsende Hecke, Schnitthecke
Zielgruppe
Landwirte; Haus- und Kleingärtner; Imker
Zielgruppe Abkürzung
L, S, H, I
Nektar
mittel bis gut
Pollen
wenig bis mittel
Honigtau
Tracht wird von mindestens einer Lausart produziert
Blütenbesuchende Insekten
Wird von Sphecodes majalis, Nomada fulvicornis und Nomada hirtipes als Nektarquelle genutzt.
Blütenbesuch durch polylektische Wildbienen
Andrena barbilabris, Andrena labiata, Andrena synadelpha, Andrena varians, Andrena nitida, Steinhummel (Bombus lapidarius) und Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)
Pflanzen nutzbar für Wildbienen
Blätter werden von (Megachile maritima) zur Konstruktion der Bruthöhlen benutzt.
Steckbriefe Wildbienen (www.Wildbienen.info.de)
Steckbrief Nomada hirtipes Steckbrief Osmia cornuta

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Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Database method am: 12.3.2020
Aktualisierung des Steckbriefs: Aleta Neugebauer; Helmut Dalitz; imported by Helmut Dalitz; zuletzt von: Aleta Neugebauer am: 13.1.2026

In der untenstehenden Liste der Pflanzen in den Gärten sind bei vielen Gehölzen Koordinaten vermerkt. In diesen Fällen zeigen die Punkte in der Karte die Standorte der Pflanzen an.
Sind keine Koordinaten vermerkt, zeigt der jeweilige Punkt die Mittelkoordinaten der Parzelle in den Gärten an.