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Bedeutung der Bienen für Mensch und Natur - Was ist Bienenweide? -



Bienen benötigen zum Leben Blütenstaub (Pollen) sowie Nektar und/oder Honigtau. Der Blütenstaub dient dank seines Eiweiß- und Vitamingehalts als Aufbaufutter, kohlenhydrathaltiger Nektar und Honigtau liefern Energie. Honigbienen bereiten aus Nektar und Honigtau den Honig, der als Energiequelle für die Jungbienen und die Aufzucht der Brut sowie zur Beheizung des Stocks dient.

Biene auf dem Natternkopf (Echium vulgare). (Foto: Dalitz)


Pflanzen, die Nektar und/oder Pollen liefern und Pflanzen, auf denen Honigtau erzeugt wird, nennt man Bienenweidepflanze, die Gesamtheit dieser Pflanzen Bienenweide. Die von den Bienen ins Volk eingetragene Nahrung wird in der Imkersprache als Tracht, die Nahrungspflanzen als Trachtpflanzen bezeichnet. Der Begriff Tracht stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "das Getragene“. Bei Wildbienen wird der Begriff Tracht in der Regel nicht verwendet. Die Pollen und Nektar liefernden Pflanzen werden als Nahrungsrequisiten bezeichnet (Requisit von lat. requisitum: „erforderliches Ding“).

Prunus avium (Süßkirsche) Blüten. (Foto: Dalitz)


Die Existenz der Honig- und Wildbienen ist von einem ausreichenden und kontinuierlichen Trachtangebot als Nahrungsgrundlage abhängig. Allein zur Eigenversorgung braucht ein Bienenvolk im Jahr etwa 50 kg Honig und 20 kg Pollen. Eine wissenschaftliche Untersuchung von 41 Wildbienenarten ergab, dass für die Erzeugung eines einzigen Nachkommen bei 85% der Arten der Pollengehalt von mehr als 75 Blüten notwendig ist (MüLLER et al. 2006).

Biene an einer blühenden Weide (Foto: Dalitz)