Wissenswertes zu diesem Pflanzenindivuduum


Abies alba Mill. 1768
Pinaceae - Kieferngewächse (APG IV modified (including gymnosperms))
Weiß-Tanne
Akzessionnummer: EG-C-006-16092
Pflanzjahr: 1870


Taxonkonzept: The Plant List (2014), version 1.1
Verbreitung: Europa ohne Britische Inseln und Skandinavien; dort eingebürgert
Größe: 0 - 50 (m)
Blütezeit: V - VI
Kurzbeschreibung: Baum bis 50 m hoch mit Pfahlwurzel und weißgrauer, lange glatt bleibender Rinde. Junge Triebe kurz rauhaarig. Knospen grünlich-braun, ohne Harzüberzug. Nadeln spiralig angeordnet, häufig gescheitelt, mit scheibenartig verbreiteter Stielbasis dem Zweig aufsitzend, nadellose Zweige glatt. Nadeln 2-3 cm lang, bis 3 mm breit, oberseits dunkelgrün, unterseits mit zwei weißlichen Wachsstreifen, stumpf oder ausgerandet. Blüten nur im obersten Teil der Krone, Zweige entweder mit weiblichen oder männlichen Zapfen. Weibliche Zapfen 8-16 cm lang, aufrecht, Zapfenspindel nach der Samenreife stehen bleibend, nur die Schuppen abfallend. Deckschuppen schmal, mit langem, zugespitztem Fortsatz der die Fruchtschuppen zur Zeit der Samenreife überragt und nach außen umgebogen ist. Samen 8-13 mm lang, fast dreikantig, glänzend braun, geflügelt. Erste Blüte im Einzelstand ab dem 30. Jahr, im Bestand erst ab dem 60. bis 70. Jahr.

Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei Zander 2008; Familie: Pinaceae (Zander 2008)
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei The Plant List (2010); Familie: Pinaceae (APG III)
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei not specified; Familie: Pinaceae (APG III)
Abies nobilis A. Dietr. - Synonym: Abies alba Mill. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Pinaceae (APG III)
Abies nobilis A. Dietr. - Synonym: Abies alba Mill. bei Zander 2008; Familie: Pinaceae (Zander 2008)
Abies pectinata (Lam.) DC. - Synonym: Abies alba Mill. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Pinaceae (APG III)
Abies pectinata (Lam.) DC. - Synonym: Abies alba Mill. bei Zander 2008; Familie: Pinaceae (Zander 2008)
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Pinaceae (APG III)
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei BfN Checklist Flora DE; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei The Plant List (2010); Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei Schmeil-Fitschen 2019; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei Rothmaler 2017; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei Plants of the World Online; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms and pteridophytes))
Abies alba Mill. - Accepted: Abies alba Mill. bei World Flora Online - Gymnosperms; Familie: Pinaceae (World Flora Online - Gymnosperms)

Blütenfarbe
grünlich
Samen und Keimung
Schatten- und Humuskeimer (gerne unter Buche, Kiefer, Fichte oder Eiche)
Schutzstatus, Rote Liste
Ungefährdet in DE und BW (*)
Lebensform
holzig, Baum
Blätter
Nadeln stets dorsiventral abgeflacht, 1,2-3,5 cm lang, an der Spitze stumpf bis deutlich ausgerandet, an Seitenzweigen gescheitelt, mehr oder weniger in einer Ebene stehend
Früchte
Zapfen 10-16 cm lang, Spitzen der Deckschuppen herausragend
Bodenbedingungen
frische, kühle, kalkarme und -reiche, milde, humose oder mäßig saure, modrig humose (auch torfig-humose), meist mittelgründige, steinige Lehm- und Tonböden
Lichtbedingungen
Schattenpflanze, Schattenkeimer
Lichtbedingungen (Symbole)
Wurzeltypus
Tiefwurzler
Natürliches Vorkommen (Habitat)
Wälder, bestandsbildend oder mit Buche, Fichte und Kiefer gemischt, vor allem in 400 bis 900 m (z.T nach oben angereichert), humid-sommerwarme Klimalage
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
häufig, mitunter bestandsbildend, in D gefährdet (in BW ungefährdet), nach BNatSchG nicht besonders geschützt
Kommentar zur Ökologie
langsames Jugendwachstum, Moderhumusbildner, Humuskeimer (gern unter Buche, Kiefer, Fichte, oder Eiche), über 500 Jahre alt werdend, wertvolles Bauholz
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
optimal in montanen Fagion-Ges., vorherrschend im Galio- oder Vaccinio-Abietenion (mit Fichte), auch im Luzulo-Fagenion oder in luftfeuchten Quercion robori-petraeae-Ges., Ass. Abieti-Fagetum
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
nicht salzertragend
Einschränkungen bzgl. Temperatur
spätfrostempfindlich, aber in ebenen Lagen und auf schweren Böden der Buche gegenüber begünstigt
Einschränkungen bzgl. Habitat
in Standorts-Grenzlagen gefährdet durch Tannenlaus, Hexenbesen, Sommerdürre usw.
Status der Einbürgerung
indigen, Status nach BfN: I = etablierte Indigene und Archäobiota
Chemische Merkmale
Monoterpene, Limonen, Camphen, ätherische Öle, Resene, Bernsteinsäure, Bitterstoffe, Harzsäuren
Chemie und pharmzeutische Nutzung – kurz
Albietis albae aetheroleum: Edeltannenöl, aus frischen Nadeln gewonnenen Öl; Oleum Templini: Edeltannenzapfenöl, aus Fruchtzapfen gewonnenes Öl; Piceae turiones recentes: Frische Triebe; Terebinthina alsatica: in Harzblasen enthaltener Balsam
Pharmazeutische Nutzung
Edeltannenöl als Fertigarzneimittel in Einreibungen, Erkältungsbalsam, als Badezusatz und Inhalationsmittel bei Erkrankungen der Atemwege. Edeltannenzapfenöl als Duftessenz in Kosmetika. Die frischen Triebe innerlich bie Katarrhen der Atemwege, äußerlich bei Muskel- und Nervenschmerzen. Balsam bei Erkrankung der Bronchien mit starker Sekretion, bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden. In der Homöopathie die frischen Zweigspitzen bei Erkrankungen der Atemwege.
Biotoptyp
Wald
Zielgruppe
Forstwirte, Jäger und Waldbesitzer
Zielgruppe Abkürzung
F
Honigtau
Tracht möglich von Mai bis September, wird von mindestens 4 Blattlausarten produziert
Pflanzen nutzbar für Wildbienen
Harz wird von Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum) zur Konstruktion der Bruthöhle benutzt.
Steckbriefe Wildbienen (www.Wildbienen.info.de)
Steckbrief Heriades truncorum
Rinde
weißgrau, im Alter dünne, helle Schuppenborke
Spross
Jungtriebe fein behaart, Knospen nicht harzig

Erhardt, W., Götz, E., Bödeker, N. & Seybold, S. (2008): Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart (Hohenheim), 18. Aufl., 2103 S.;

Haider, M. et al. (2005): Wildbienenkataster. See: https://www.wildbienen-kataster.de;

Karl Hiller et al. (2010): Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen.. Spektrum, Heidelberg, 2. Auflage 9783827420534.;

Martin Nebel et al. (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs Band 1. 1. Eugen Ulmer, Stuttgart 3-8001-3309-1.;

Maurizio, Anna et al. (1982): Nektar und Pollen - die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4. Ehrenwirth, München, 3, überabeitete Auflage;

Parolly, G. et al. (2019): Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder.. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim, 97. Aufl.;

Pritsch, Günter et al. (1985): Bienenweide.. Neumann-Neudamm, Melsungen;

Ruppertshofen, Heinz et al. (1995): Der summende Wald - Waldimkerei und Waldhygiene.. Ehrenwirth, München, 8., völlig neubearb. und erw. Aufl.;

Schick, B. & Spürgin, A. (1997): Die Bienenweide. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, Auflage: 4., völlig neubearb. u. erw. A., 216 S. 978-3800174188.;

Westrich, P. et al. (2018): Die Wildbienen Deutschlands.. Ulmer Verlag ISBN 978-8186-0123-2.;







Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Helmut Dalitz am: 29.7.2024
Aktualisierung des Steckbriefs: Aleta Neugebauer; Helmut Dalitz; imported by Helmut Dalitz; zuletzt von: Aleta Neugebauer am: 12.1.2026

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