Wissenswertes zu diesem Pflanzenindivuduum


Picea abies (L.) H. Karst. 1881
Pinaceae - Kieferngewächse (APG IV modified (including gymnosperms))
Gewöhnliche Fichte, Rotfichte, Rottanne, Fichte
Akzessionnummer: EG-L-126-25032
Pflanzjahr: 0


Taxonkonzept: The Plant List (2014), version 1.1
Verbreitung: Europa
Größe: 0 - 60 (m)
Blütezeit: IV - VI
Kurzbeschreibung: Immergrüner Baum bis 60 m hoch mit kegelförmiger, selten walzlicher Krone und dünner, rotbrauner, rissig-schuppiger Rinde. Äste quirlig angeordnet, junge Triebe kahl oder behaart. Knospen ohne Harzüberzug, ei- bis kegelförmig. Nadeln am Zweig spiralig angeordnet, gelegentlich auf der Zweigunterseite gescheitelt, mehr oder weniger vierkantig, zugespitzt. Abbruchstelle der Nadeln mit wulstigen Nadelpolstern, am Zweig vorstehend, Zweige nach dem Abfallen der Nadeln raspelartig rauh. Weibliche Zapfen an der Spitze vorjähriger Triebe, zur Blütezeit aufrecht, später hängend, männliche in den Achseln vorjähriger Triebe, aufrecht. Samenschuppen rund bis elliptisch, ganzrandig, gezähnelt oder zweispitzig ausgezogen, Deckschuppe lanzettlich, höchstens halb so lang wie die Samenschuppe. Samen geflügelt. Kronenform und Zapfen vielgestaltig.

Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei The Plant List (2010); Familie: Pinaceae (APG III)
Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei Zander 2008; Familie: Pinaceae (Zander 2008)
Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Pinaceae (APG III)
Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei The Plant List (2010); Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei Schmeil-Fitschen 2019; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei BfN Checklist Flora DE; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Picea abies (L.) H. Karst. - Accepted: Picea abies (L.) H. Karst. bei World Flora Online - Gymnosperms; Familie: Pinaceae (World Flora Online - Gymnosperms)

Blütenfarbe
rötlich
Schutzstatus, Rote Liste
Ungefährdet in DE und BW (*)
Lebensform
holzig, Baum
Blätter
Nadeln mehr oder weniger deutlich vierkantig, zum Teil seitlich stark zusammen gedrückt, 1-2,5 cm lang und 1 mm breit, zugespitzt, allseits mit Stomatalinien, mehr oder weniger gleichfarbig grün, an Seitenzweigen unterseits gescheitelt stehend
Früchte
Zapfen 3-20 cm lang, als ganzes abfallend
Bodenbedingungen
optimale Wuchsleistungen auf tiefgründigen, bodenfrischen, sandig-lehmigen, Braunerde-artigen Böden mit mittlerer Basenversorgung; weite Standortsamplitude
Lichtbedingungen
halbschattig bis sonnig
Lichtbedingungen (Symbole)
◐-○
Wurzeltypus
Flachwurzler
Sukzessiontypus
Pionier auf Magerweiden und Waldverlichtungen
Natürliches Vorkommen (Habitat)
natürliche Vorkommen in Baden-Württemberg selten und auf feuchte, kühle, räumlich begrenzte Sonderstandorte begrenzt; humide, winterkalte Klimalage
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
häufig, aber in Deutschland von Natur aus bestandbildend nur über 800 - 900 m, durch Pflanzung heute überall verbreitet
Kommentar zur Ökologie
Kühlezeiger
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
vorherrschend in hochmontanen Piceeten, Piceetalia-Art, von Natur aus beigemischt auch in Fagion- oder Alno-Ulmion-Ges., Kla. Vaccinio-Piceetea
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
rotfäulegefährdet durch Staunässe, Sommerdürre; nicht salzertragend
Einschränkungen bzgl. Habitat
Bodenversauerung durch Nadelfall; in Standortsgrenzlagen durch Rotfäule, Sommerdürre, Luftverschmutzung usw. gefährdet
Empfehlung (regionalen Aspekt)
Verwendung regional als Hofbaum, sonst forstliche Nutzung
Status der Einbürgerung
indigen, Status nach BfN: I = etablierte Indigene und Archäobiota
Chemische Merkmale
Bornylacetat, Limonen, Camphen, Pinen, ätherische Öle, Flavonoide, Chinasäure
Chemie und pharmzeutische Nutzung – kurz
Piceae aetheroleum: ätherisches Öl aus Nadel, Zweigspitzen und Ästen, Piceae turiones: Frische Zweigspitzen, Carbo ligni: Holzkohle
Pharmazeutische Nutzung
Das ätherische Öl äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden, als Bad zur unterstützenden Therapie von akuten und chronischen Erkrankungen der Luftwege und bei Katarrhen der Atemwege. Die frischen Triebspitzen bei leichten Katarrhen der Atemwege, äußerlich bei Muskel- und Nervenschmerzen. In der Volksheilkunde früher bei Tuberkulose und gegen Skorbut. Die Holzkohle innerlich bei Durchfällen und zum Binden toxischer Stoffe.
Biotoptyp
Landschaft: forstliche Verwendung
Verwendungshinweis
regional als Hofbaum
Zielgruppe
Forstwirte, Jäger und Waldbesitzer; Imker; (Haus- und Kleingärtner)
Zielgruppe Abkürzung
F, I, (H)
Honigtau
Tracht von April bis September möglich. Wird von mindestens 8 Lausarten produziert
Pflanzen nutzbar für Wildbienen
Wird von Kleiner Holzbiene (Xylocopa iris) und Osmia pilicornis als Nistmöglichkeit verwendet. Harz wird von Gewöhnlicher Löcherbiene (Heriades truncorum) zur Konstruktion der Bruthöhlen benutzt.
Steckbriefe Wildbienen (www.Wildbienen.info.de)
Steckbrief Heriades truncorum
Rinde
Borke meist rotbraun ("Rottanne"), zuweilen grau(braun)
Spross
Jungtriebe kahl oder behaart

Breunig, T. et al. (2021): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs.;

Bundesamt für Naturschutz (BfN) (1999-2001 and ongoing): Floraweb - Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands. www.floraweb.de.;

Erhardt, W., Götz, E., Bödeker, N. & Seybold, S. (2008): Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart (Hohenheim), 18. Aufl., 2103 S.;

Haider, M. et al. (2005): Wildbienenkataster. See: https://www.wildbienen-kataster.de;

Karl Hiller et al. (2010): Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen.. Spektrum, Heidelberg, 2. Auflage 9783827420534.;

Martin Nebel et al. (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs Band 1. 1. Eugen Ulmer, Stuttgart 3-8001-3309-1.;

Maurizio, Anna et al. (1982): Nektar und Pollen - die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4. Ehrenwirth, München, 3, überabeitete Auflage;

Parolly, G. et al. (2019): Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder.. Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim, 97. Aufl.;

Pritsch, Günter et al. (1985): Bienenweide.. Neumann-Neudamm, Melsungen;

Ruppertshofen, Heinz et al. (1995): Der summende Wald - Waldimkerei und Waldhygiene.. Ehrenwirth, München, 8., völlig neubearb. und erw. Aufl.;

Schick, B. & Spürgin, A. (1997): Die Bienenweide. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, Auflage: 4., völlig neubearb. u. erw. A., 216 S. 978-3800174188.;

Westrich, P. et al. (2018): Die Wildbienen Deutschlands.. Ulmer Verlag ISBN 978-8186-0123-2.;







Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Database method am: 12.3.2020
Aktualisierung des Steckbriefs: Aleta Neugebauer; Helmut Dalitz; imported by Helmut Dalitz; zuletzt von: Aleta Neugebauer am: 15.1.2026

In der untenstehenden Liste der Pflanzen in den Gärten sind bei vielen Gehölzen Koordinaten vermerkt. In diesen Fällen zeigen die Punkte in der Karte die Standorte der Pflanzen an.
Sind keine Koordinaten vermerkt, zeigt der jeweilige Punkt die Mittelkoordinaten der Parzelle in den Gärten an.