Wissenswertes zu diesem Pflanzenindivuduum


Pinus sylvestris L. 1753
Pinaceae - Kieferngewächse (APG IV modified (including gymnosperms))
Gemeine Kiefer, Föhre, Wald-Föhre, Forle, Wald-Kiefer
Akzessionnummer: VG-b3-25500
Pflanzjahr: 0


Taxonkonzept: The Plant List (2014), version 1.1
Verbreitung: Europa, Türkei, Kaukasus, Sibirien, Amur, Mongolei, Manchurei; eingebürgert in Nord-Amerika
Größe: 30 - 50 (m)
Blütezeit: V
Kurzbeschreibung: Baum bis 40 m hoch mit bis zu 1 m Stammdurchmesser und (zumindest im Kronenbereich) fuchsroter Rinde. Nadeln 4-7 cm lang, bis 2 mm breit, in Büscheln zu zwei stehend, innerseits mit zwei blaugrünen, wachsüberzogenen Streifen. Zapfen 2,5-7 cm lang, hängend, kugel- bis eiförmig. Fruchtschuppen schmal, am Grund nur wenig verbreitert, grau- bis gelbbraun, an der Spitze pryramidenförmig verdickter Teil mit rhombischem Grundriss, die Spitze meist nicht schwarz umrandet. Samen geflügelt, werden durch Wind bis zu 2 km weit verbreitet.

Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei The Plant List (2010); Familie: Pinaceae (APG III)
Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei Zander 2008; Familie: Pinaceae (Zander 2008)
Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei The Plant List (2014), version 1.1; Familie: Pinaceae (APG III)
Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei The Plant List (2010); Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei Schmeil-Fitschen 2019; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei BfN Checklist Flora DE; Familie: Pinaceae (APG IV modified (including gymnosperms))
Pinus sylvestris L. - Accepted: Pinus sylvestris L. bei World Flora Online - Gymnosperms; Familie: Pinaceae (World Flora Online - Gymnosperms)

Blütenfarbe
rötlich
Schutzstatus, Rote Liste
Ungefährdet in DE und BW (*)
Lebensform
holzig, Baum
Blätter
Nadeln blau- bis graugrün, um ihre Längsachse gedreht, oft hin und her gekrümmt
Früchte
Zapfen deutlich gestielt, Stiel 3-12 mm lang, bald nach der Blütezeit herabgekrümmt, reif graubraun, meist matt
Bodenbedingungen
weite Amplitude; bevorzugt mäßig trockene, basenarme (bis basenreiche), neutrale bis mäßig saure, humose Lehmböden, auch Sand oder Torf
Lichtbedingungen
(halbschattig), sonnig
Lichtbedingungen (Symbole)
(◐)-○
Wurzeltypus
Tiefwurzler
Sukzessiontypus
Pionier
Natürliches Vorkommen (Habitat)
Felsen, Schotter, Dünen, Moore, nährstoffarme Standorte; laubholzfeindliche Standorte, im Osten auch auf besseren Böden; sommerwarme, winterkalte Klimalage; Ebene bis Gebirge
Häufigkeit des Auftretens (in welcher Region?)
häufig, aber im Westen von Natur aus nur örtlich bestandbildend
Kommentar zur Ökologie
Hauptholzart; bodenaufschließend, Nutzholz, heute forstlich überall eingebracht, formenreich
Vegetationstypus und Synökologie (Pflanzengesellschaft)
vorteilhaft vor allem im Bereich warmer Quercion rob. oder Luz.-Fagenion-Standorte, neigt im Reinbestand aber zur Rohhumusbildung, von Natur aus herrschend im Dicrano-, Cytiso- oder Erico-Pinion, beigemischt ferner dem Piceion bzw. Vaccinio-Abietenion, dem Quercion rob. (Vacc.-Quercetum), Ceph.-Fagenion oder Quercion pub.,
Einschränkungen bzgl. Bodenbedingungen
nicht salzverträglich
Status der Einbürgerung
indigen, Status nach BfN: I = etablierte Indigene und Archäobiota
Chemische Merkmale
Kohlenwasserstoffe (Benzol), Styrol, Toluol, Xylol, polycyclische Kohlenwasserstoffe (Naphthalin, Benzpyren), phenolische Substanzen (Brenzcatechin, Kresole), Harze, Terpene, Polyterpene, Pinen, 3-Caren, Camphen, Limonen, Myrcen, Terpinolen, ätherisches Öl (Bornylacetat), Phellandren, Bitterstoffe, Vitamin C, Melibiose, Raffinose, Saccharose, wasserhaltiges Colophonium
Chemie und pharmzeutische Nutzung – kurz
Pinaceae pix: durch Destillation gewonnener Teer, Pini silvestris aetheroleum: Kiefernnadelöl, Pini turiones: frische Triebe im Frühjahr, Terebinthinae aetheroleum rectificatum: Gereinigtes Terpentinöl, Pix Alba: Harz, Resina Pini burgundica: Burgunderharz
Pharmazeutische Nutzung
Teer zur unterstützenden Behandlung von chronischen oder eitrigen Hauterkrankungen, volkstümlich auch bei Atemwegserkrankungen. Das Kiefernnadelöl bei katarrhalischen Atemwegserkrankungen, äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden. Die Frühjahrstriebe früher bei katarrhalischen Atemwegserkrankungen, äußerlich bei leichten Muskel- und Nervenschmerzen. Das Terpentinöl bei Erkrankungen der Bronchien, äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden, volkstümlich auch bei Blasenkatarrh und Krätze sowie gegen Moskitos. Das gereinigte Harz dient zur Herstellung von Pflastermassen. Das Burgunderharz früher in Form von Pflastern als Haurtreizmittel, industriell als Hilfsmittel für Klebemassen. Colophonium zum Aufrauhen der Bögen von Streichinstrumenten. In der Homöopathie die jungen Sprosse bei Erkrankungen der Atemwege, der Haut und des Stütz- und Bewegungsapparates, das Terpentinöl bei Erkrankungen der Atemwege, der Nieren und ableitenden Harnwege, das Teer bei Rissekzem der Finger und Hände.
Generelle Empfehlung
Empfohlen für die Bienenweide
Biotoptyp
Landschaft: forstliche Verwendung; Stadt: Grünflächen, Dachgärten, Innenhöfe
Verwendungshinweis
Einzelbaum
Zielgruppe
Forstwirte, Jäger und Waldbesitzer; Kommunale Einrichtungen, öffentliche Verwaltungen; Haus- und Kleingärtner; Imker
Zielgruppe Abkürzung
F, K, H, I
Honigtau
Tracht von Mai bis August möglich. Wird von mindestens 7 Lausarten produziert
Pflanzen nutzbar für Wildbienen
Wird von (Osmia uncinata) als Nistmöglichkeit verwendet. Harz wird von Gewöhnlicher Löcherbiene Heriades truncorum zur Konstruktion der Bruthöhlen benutzt.
Steckbriefe Wildbienen (www.Wildbienen.info.de)
Steckbrief Heriades truncorum
Rinde
Stamm mit fuchsroter bis rötlich gelber, abblätternder Rinde, nur im unteren Bereich mit grauschwarzer bis dunkelbrauner Borke

Bundesamt für Naturschutz (BfN) (1999-2001 and ongoing): Floraweb - Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands. www.floraweb.de.;

Erhardt, W., Götz, E., Bödeker, N. & Seybold, S. (2008): Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer KG, Stuttgart (Hohenheim), 18. Aufl., 2103 S.;

Haider, M. et al. (2005): Wildbienenkataster. See: https://www.wildbienen-kataster.de;

Jäger, E. J. et al. (2007): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Aufl. 31.10.2007: 880.;

Karl Hiller et al. (2010): Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen.. Spektrum, Heidelberg, 2. Auflage 9783827420534.;

Martin Nebel et al. (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs Band 1. 1. Eugen Ulmer, Stuttgart 3-8001-3309-1.;

Maurizio, Anna et al. (1982): Nektar und Pollen - die wichtigsten Nahrungsquellen der Honigbiene. 4. Ehrenwirth, München, 3, überabeitete Auflage;

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Umwelt und Forsten, Baden-Württemberg (Hrsg.) (1985): Pflanzenkatalog zur Verbesserung der Bienenweide und des Artenreichtums (Kurztitel: Bienenweidekatalog);

Oberdorfer, E. (2001): Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Für Deutschland und angrenzende Gebiete. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 8., stark überarb. u. erg. Aufl, 1056 S. 978-3-8001-3131-0.;

Pritsch, Günter et al. (1985): Bienenweide.. Neumann-Neudamm, Melsungen;

Ruppertshofen, Heinz et al. (1995): Der summende Wald - Waldimkerei und Waldhygiene.. Ehrenwirth, München, 8., völlig neubearb. und erw. Aufl.;

Schick, B. & Spürgin, A. (1997): Die Bienenweide. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, Auflage: 4., völlig neubearb. u. erw. A., 216 S. 978-3800174188.;

Westrich, P. et al. (2018): Die Wildbienen Deutschlands.. Ulmer Verlag ISBN 978-8186-0123-2.;







Letzte Aktualisierung:
Taxonomische Aktualisierung: Helmut Dalitz am: 29.7.2024
Aktualisierung des Steckbriefs: Aleta Neugebauer; Helmut Dalitz; imported by Helmut Dalitz; zuletzt von: Aleta Neugebauer am: 19.1.2026

In der untenstehenden Liste der Pflanzen in den Gärten sind bei vielen Gehölzen Koordinaten vermerkt. In diesen Fällen zeigen die Punkte in der Karte die Standorte der Pflanzen an.
Sind keine Koordinaten vermerkt, zeigt der jeweilige Punkt die Mittelkoordinaten der Parzelle in den Gärten an.